Das ewige Evangelium

Christus unsere Gerechtigkeit

unser Buch Favorit Nr.1 neben dem Dauer Bestseller die Bibel;

*** Christus unsere Gerechtigkeit *** von Arthur G. Daniells,  

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Römer 1. 16. Denn ich schäme mich des Evangeliums von Christus nicht; denn es ist Gottes Kraft zur Errettung für jeden, der glaubt, zuerst für den Juden, dann auch für den Griechen;  17. denn es wird darin geoffenbart die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, aus Glauben zum Glauben, wie geschrieben steht: »Der Gerechte wird aus Glauben leben«.  

 

Matthäus 24: 14. Und dieses Evangelium vom Reich wird in der ganzen Welt verkündigt werden, zum Zeugnis für alle Heidenvölker, und dann wird das Ende kommen.   

 

Markus 1: 15 Die Zeit ist erfüllt, und das Reich Gottes ist nahe. Tut Buße und glaubt an das Evangelium!   

 

Offenbarung 14: 6. Und ich sah einen anderen Engel inmitten des Himmels fliegen, der hatte ein ewiges Evangelium zu verkündigen denen, die auf der Erde wohnen, und zwar jeder Nation und jedem Volksstamm und jeder Sprache und jedem Volk.

 

 

VON NEUEM GEBOREN..., was ist das wirklich?

 

 

CHRISTUS UNSERE GERECHTIGKEIT

 

57. Christus – der Weg des Lebens 1

 

1 Dieser Artikel erschien in Review and Herald vom 4. November 1890

 

Jesus kam „nach Galiläa und verkündigte das Evangelium Gottes und sagte: ,Die Zeit ist erfüllt und die Königsherrschaft Gottes kommt. Bekehrt euch und glaubt an das Evangelium!‘“ (Markus 1,14.15 Bruns)

 

Die Bekehrung ist stets mit dem Glauben verbunden; sie wird im Evangelium als heilsnotwendig gefordert. Paulus machte die Bekehrung zu einem seiner Predigtthemen: „Ich habe euch nichts vorenthalten, was nützlich ist, daß ich’s euch nicht verkündigt und gelehrt hätte, öffentlich und in den Häusern, und habe Juden und Griechen bezeugt die Umkehr zu Gott und den Glauben an unsern Herrn Jesus.“ (Apostelgeschichte 20,20.21) Erlösung wird nur über die Bekehrung erlangt; denn nur ein Sünder, der ernstlich bereut, kann auch von Herzen an die Gerechtigkeit glauben. Paulus erklärt die Bekehrung als eine gottgewollte Traurigkeit über die Sünde; sie bewirkt „zur Seligkeit eine Reue, die niemanden reut“ (2. Korinther 7,10). Einer solchen Umkehr haftet kein Verdienstgedanke an, vielmehr bereitet sie das Herz darauf vor, Christus als den einzigen Retter, als die einzige Hoffnung für den verlorenen Sünder anzunehmen. Der Blick auf das Gesetz offenbart dem Sünder seine Schuld. Dies belastet sein Gewissen und bringt ihn zu der Überzeugung, daß er verloren ist. Trost und Hoffnung gewinnt er allein dadurch, daß er auf das Kreuz von Golgatha blickt. Sofern er sich auf Gottes Verheißungen beruft und ihn beim Wort nimmt, erfährt er Erleichterung und inneren Frieden. Er ruft aus: „Treuer Gott, du hast verheißen, all die zu retten, die sich im Namen deines Sohnes an dich wenden. Ich bin verloren, hilflos und ohne Hoffnung. Herr, rette mich, oder ich komme um!“ Im Glauben klammert er sich an Christus und wird vor Gott gerechtfertigt. Doch während Gott in seiner Gerechtigkeit den Sünder durch die Verdienste gerecht machen kann, die Christus erworben hat, kann sich niemand mit dem Gewand der Gerechtigkeit Christi bekleiden und gleichzeitig erkannte Sünden weiterhin begehen und erkannte Pflichten fortgesetzt vernachlässigen. Bevor die Rechtfertigung wirksam werden kann, muß nach Gottes Willen die völlige Übergabe erfolgt sein. Und um gerechtfertigt zu bleiben, bedarf es beständigen Gehorsams und eines lebendigen Glaubens, der durch die Liebe tätig ist und die Seele reinigt. Im Blick auf Abraham schreibt Jakobus: „Ist nicht Abraham, unser Vater, durch Werke gerecht geworden, als er seinen Sohn Isaak auf dem Altar opferte? Da siehst du, daß der Glaube zusammengewirkt hat mit seinen Werken, und durch die Werke ist der Glaube vollkommen geworden. So ist die Schrift erfüllt, die da spricht, Abraham hat Gott geglaubt, und das ist ihm zur Gerechtigkeit gerechnet worden‘, und er wurde ,ein Freund Gottes‘ genannt. So seht ihr nun, daß der Mensch durch Werke gerecht wird, nicht durch Glauben allein.“ (Jakobus 2,21-24) Um durch den Glauben gerechtfertigt zu werden, muß ein Mensch dahin kommen, daß die Leidenschaften und Triebe durch seinen Glauben beherrscht werden; und durch Gehorsam wird der Glaube vollendet.

 

Der Glaube als Bedingung der Verheißung

 

Ohne Christi Gnade ist der Sünder in einer hoffnungslosen Lage; denn nichts kann für ihn getan werden. Empfängt er die göttliche Gnade jedoch, wird ihm übernatürliche Kraft geschenkt, die Sinn, Geist und Wesen beeinflußt. Durch die Mitteilung der Gnade Christi wird die ganze hassenswerte Natur der Sünde entlarvt und diese schließlich aus dem Tempel des Herzens vertrieben. Die Gnade führt uns zur Gemeinschaft mit Christus und zur Zusammenarbeit mit ihm beim Erlösungswerk. Auf der Grundlage ihres Glaubens kann und will Gott Sündern Vergebung gewähren, wobei in solchem Glauben selbst nichts liegt, was die Erlösung verdienen könnte. Wer jedoch im Glauben die Verdienste Christi für sich in Anspruch nimmt, erhält das Geschenk der Erlösung als Heilmittel gegen die Sünde. Der Glaube kann somit Christi vollendeten Gehorsam anstelle der Übertretung und Fehlerhaftigkeit des Sünders vorweisen. Glaubt der Sünder, daß Christus sein persönlicher Heiland ist, dann vergibt ihm Gott seine Sünden aufgrund seiner unfehlbaren Verheißungen und rechtfertigt ihn aus freien Stücken. Der reuige Sünder begreift, daß er gerechtgesprochen wird, weil Christus als sein Stellvertreter für ihn sein Leben ließ, also für ihn zur Versöhnung und Rechtfertigung wurde. „Was sagt die Schrift? ,Abraham hat Gott geglaubt, und das ist ihm zur Gerechtigkeit gerechnet worden.‘ Dem aber, der mit Werken umgeht, wird der Lohn nicht aus Gnade zugerechnet, sondern aus Pflicht. Dem aber, der nicht mit Werken umgeht, glaubt aber an den, der die Gottlosen gerecht macht, dem wird sein Glaube gerechnet zur Gerechtigkeit.“ (Römer 4,3-5) Gerechtigkeit zeigt sich in der Befolgung des Gesetzes. Das Gesetz fordert Gerechtigkeit vom Sünder, der sie ihm auch schuldig ist, sie aber nicht erbringen kann. Allein durch den Glauben kann er gerecht werden und Gott die Verdienste Christi vorhalten; dann wird der Herr dem Sünder den Gehorsam seines Sohnes anrechnen. Christi Gerechtigkeit wird anstelle des menschlichen Versagens angenommen. Gott nimmt den bereuenden und glaubenden Sünder an; er vergibt ihm und spricht ihn gerecht. Er behandelt ihn so, als sei er bereits gerecht, und er liebt ihn wie seinen eigenen Sohn. Auf diese Weise wird der Glaube zur Gerechtigkeit gerechnet; und wer solche Vergebung empfangen hat, wird immer mehr von Gnade erfüllt und empfängt immer helleres Licht. Er kann jubelnd ausrufen, daß „die Freundlichkeit und Güte Gottes, unseres Retters“, in sein Leben getreten ist. „Das geschah wirklich nicht auf Grund unserer sittlichen oder religiösen Leistungen, sondern es war sein Erbarmen, das uns gerettet hat durch ein Bad des Geistes, der Wiedergeburt und Erneuerung, die beide der Heilige Geist in uns bewirkt. Den hat er nämlich in reichem Maß durch unsern Heiland Jesus Christus über uns ausgegossen. So sind wir durch seine Gnade gerechtfertigt und zugleich Erben in der Hoffnung auf ein ewiges Leben.“ (Titus 3,5-7 Bruns)

Ebenso steht geschrieben: „Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden, denen, die an seinen Namen glauben, die nicht aus dem Blut noch aus dem Willen des Fleisches noch aus dem Willen eines Mannes, sondern von Gott geboren sind.“ (Johannes 1,12.13) Jesus erklärte: „Wenn jemand nicht von oben her geboren wird, kann er die Königsherrschaft Gottes nicht sehen … Wenn jemand nicht geboren wird aus Wasser und Geist, kann er nicht in die Königsherrschaft Gottes eingehen.“ (Johannes 3,3.5 Bruns) Damit werden keine geringen Anforderungen an uns gestellt, aber schließlich sollen wir auch Kinder Gottes werden. Wir werden als einzelne Rettung finden; aber in den Tagen der Not und Prüfung wird es uns gelingen zu erkennen, wer Gott dient und wer nicht. Im Namen Jesu Christi werden wir als einzelne Gläubige erlöst. Viele kommen vom rechten Weg ab, weil sie meinen, sie müßten den Himmel erklimmen, sie müßten etwas tun, um sich die Gunst des Himmels zu verdienen. Sie versuchen, sich durch ihre eigenen Bemühungen besser zu machen. Das aber können sie niemals schaffen. Christus ist uns vorangegangen: Er starb als unser Opfer, er lebte uns zum Vorbild, er wurde unser großer Hoherpriester. Er sagte: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben.“ (Johannes 14,6) Könnten wir aufgrund einer Anstrengung auch nur einen Schritt auf jener Leiter zum Himmel tun, würden sich die Worte Christi als unwahr erweisen. Nehmen wir jedoch Christus an, werden sich gute Werke zeigen; sie sind die Frucht, die erweist, daß wir auf dem Weg des Lebens sind, daß Christus selbst unser Weg geworden ist, daß wir jenen Pfad beschreiten, der uns zum Himmel führt.

 

Er wird unsere Gerechtigkeit

 

Christus schaut auf die Gesinnung; erkennt er, daß wir unsere Last im Glauben tragen, läßt er seine vollkommene Heiligkeit für unsere Verfehlungen wirksam werden. Wenn wir unser Bestes tun, wird er unsere Gerechtigkeit. Wir brauchen jeden Strahl des Lichtes, das Gott uns schickt, um zum Licht der Welt zu werden. (Brief 33, 1889)

 

aus dem Buch: „Fuer die Gemeinde geschrieben“ Band 1, Seite 385 - 388

 

Wer Christus und die uns von Ihm verliehene Gerechtigkeit noch besser kennenlernen möchte, dem empfehlen wir das Buch „Für die Gemeinde geschrieben Band 1“ zu lesen.

"Für die Gemeinde geschrieben" Band 1
Das prophetische Wort zeigt, daß die Gemeinde Jesu bis zuletzt mit Angriffen Satans rechnen muß. Er kämpft gnadenlos gegen alle, die “da halten die Gebote Gottes und haben den Glauben an Jesus”. Er weiß, daß er dem Werk Gottes schaden kann, wenn es ihm gelingt, unter Jesu Nachfolgern Uneinigkeit zu stiften. Seine Anschläge sind so raffiniert eingefädelt, daß selbst aufrichtige Christen gefährdet sind, seinen Lügen zu glauben.
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Das ewige Evangelium

Das ewige Evangelium als Hauptbotschaft der dreifachen Engelsbotschaft in der Endzeit
Wie wir alle wissen, gibt es drei Botschaften, die verkündigt werden sollen. Doch worum geht es in diesen drei Botschaften eigentlich? Was ist das Herz oder der Kern dieser Botschaften? Es ist natürlich das ewige Evangelium. Wenn es ewig ist, dann ist es nicht durch Raum und Zeit begrenzt. Man kann dieses ewige Evangelium nicht auf die Endzeit beschränken, denn wenn es ewig ist, dann muss es sich vom Garten Eden über ein Zeitalter von 6000 Jahren bis in alle Ewigkeit erstrecken.
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Die Rückkehr des vierten Engels

Die Rückkehr des vierten Engels - für STA Interessierte
Auf der Generalkonferenz im Jahre 1888, gehalten in Minneapolis,
Minnesota, kam der Engel aus Offenbarung 18, um das Werk zu
vollenden. Er wurde verspottet, kritisiert und abgewiesen und wenn seine
Botschaft wieder zu einem lauten Ruf anschwellen wird, wird sie wieder
verspottet, abgelehnt und von der Mehrheit bekämpft werden.“ (Tun
Siebenten-Tags-Adventisten Gottes Willen?, S. 10)
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Der wahre Missionsauftrag

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Die Dritte Engelsbotschaft

Was ist Gottes Wille für das Adventvolk?

Di e Dr i t t e En g e l s b o t s c h a
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Eine Botschaft für die ganze Welt

 

Es war nicht Gottes Absicht, diese Botschaft der Glaubensgerechtigkeit nur an die Gemeinde zu richten; der Welt sollte sie gebracht werden. Darum wird sie als die „dreifache Engelsbotschaft“ bezeichnet, die mit lauter Stimme verkündet werden soll und mit der reichen Ausgießung seines Geistes verbunden sein wird“. Daraus erhellt, dass diese Botschaft nicht nur für die Zeit der Konferenz von Minneapolis von Bedeutung war, sondern bis zum Ende der Zeiten gültig ist. Folglich ist sie für die Gemeinde heute wichtiger als im Jahre 1888. Je mehr wir uns dem großen Tage Gottes nähern, desto dringlicher wird das Werk der Seelenreinigung, wozu diese Botschaft gesandt wurde. Wir haben darum allen Grund, sie von neuem und mit ganzem Herzen zu erfassen und weiterzugeben. Gottes Botschaften und Verfügungen sind immer sehr bedeutungsvoll. Sie sind unentbehrlich für die Vollendung der jeweiligen Aufgaben, auf die sie sich beziehen. Der Herr empfiehlt sie den Menschen an, damit diese seine Ziele erreichen könnten. Seine Weisungen dürfen nicht unbeachtet bleiben. Sie entsprechen stets genau den Verhältnissen. Früher oder später werden sie verstanden, angenommen und gewürdigt. Es bleibt daher zu erwarten, dass die Botschaft der Glaubensgerechtigkeit, die der Gemeinde im Jahre 1888 so deutlich nahegebracht wurde, am Abschluss der großen Bewegung, in der wir stehen, doch noch die beherrschende Rolle finden wird, die ihr zugedacht ist. 

                                                    Aus Christus unsere Gerechtigkeit von Arthur G. Daniells

 

 

 

 

  Christus unsere

 

    Gerechtigkeit

 

Christus unsere Gerechtigkeit – das ist die bedeutendste Botschaft der Heiligen Schrift. Zwar wechselt die Ausdrucksweise, in der sie offenbart und dargelegt wird; trotzdem stößt man, von welcher Seite man auch an die Bibel herangeht, immer wieder auf das beherrschende Thema: Christus unsere Gerechtigkeit.

 

Der Schöpfungsbericht offenbart die wunderbare Weisheit und Macht Christi, durch den alle Dinge geschaffen wurden (Kol 1,14-16). Dann wird die Sünde des ersten Adam mit all ihren furchtbaren Folgen geschildert, um Christus, den letzten Adam, desto mehr als Erlöser und Erneuerer preisen zu können. (Rö 5,12-21) Der Tod mit all seinen Schrecken wird uns vor Augen gestellt, damit Christus als der Lebensspender um so mehr erhöht und verherrlicht werde (1 Ko 15,22). Dadurch dass die Enttäuschungen, Sorgen und Bitternisse des Lebens aufgezählt werden, soll Christus als der große Tröster und Erretter gesucht werden (Jo 16,33). Unser sündhaftes, verderbtes Wesen stellt die Bibel in grellen Fragen dar, damit wir Christus bitten, uns zu reinigen, und damit er wirklich „der Herr unsere Gerechtigkeit“ sein kann. Das gilt für die ganze Bibel. Jede Entwicklungsstufe der Wahrheit deutet bei näherem Hinsehen in irgendeiner Weise auf Christus als unsere Gerechtigkeit hin.

 

Der geradezu lebenswichtige Begriff der Gerechtigkeit, und zwar im ganz bestimmtem, klar umrissenem Sinn, wird im Worte Gottes sehr ausführlich behandelt. Ihr Ursprung, ihr Wesen, die Frage, ob Sünder sie erlangen können, die Voraussetzungen, unter denen dies geschehen kann – all das wird in jenem authentischen Buch sehr klar beschrieben.

 

Über den Ursprung der Gerechtigkeit lesen wir: „Du, Herr, bist gerecht.“ (Da 9,7) „Der Herr ist gerecht in allen seinen Wegen.“ (Ps 145,17) Deine Gerechtigkeit steht wie die Berge Gottes.“ (Ps 36,7) „Deine Gerechtigkeit ist eine ewige Gerechtigkeit.“ (Ps 119,142) „Der Herr ist gerecht und hat Gerechtigkeit lieb.“ (Ps 11,7) „… und ist kein Unrecht an ihm.“ (Ps 92,16)

 

Über das Wesen der Gerechtigkeit äußert sich die Schrift sehr deutlich. Sie stellt sie als das Gegenteil der Sünde dar, als eng verbunden mit Heiligkeit oder Frömmigkeit. „Werdet nüchtern, wie es sich gehört, und sündigt nicht.“ (1 Ko 15,34, Menge) „So leget nun von euch ab nach dem vorigen Wandel den alten Menschen, der durch Lüste im Irrtum sich verderbt. Erneuert euch aber im Geist eures Gemüts und ziehet den neuen Menschen an, der nach Gott geschaffen ist in rechtschaffener Gerechtigkeit und Heiligkeit.“ (Eph 4,22-24) „Die Frucht des Geistes ist allerlei Gütigkeit und Gerechtigkeit und Wahrheit.“ (Eph 5,9) „Jage aber nach – der Gerechtigkeit, der Gottseligkeit, dem Glauben, der Liebe, der Geduld, der Sanftmut.“ (1 Tim 6,11) „Jede Ungerechtigkeit ist Sünde.“ (1 Jo 5,17, Albrecht)

 

Die vielleicht erhebendste Feststellung, die sich im Wort Gottes über die Gerechtigkeit findet, bezieht sich auf Christus: „Du hast geliebt die Gerechtigkeit und gehasst die Ungerechtigkeit; darum hat dich, o Gott, gesalbt dein Gott mit dem Öl der Freuden über deine Genossen.“ (Hbr 1,9) Hier steht die Gerechtigkeit in klarem Gegensatz zur Ungerechtigkeit oder Sünde.

 

Das Wort lehrt also, dass Gott der Ursprung der Gerechtigkeit ist und dass sie eine seiner heiligen göttlichen Eigenschaften ist.

 

Die wichtigste Frage bezüglich der Gerechtigkeit Gottes, die für uns am bedeutungsvollsten und am folgenreichsten ist, gilt unserem persönlichen Verhältnis zu eben dieser Gerechtigkeit. Ist sie in irgendeiner Weise Bestandteil der menschlichen Natur? Wen ja, wie kann man sie pflegen und entwickeln? Wenn nein, gibt es einen Weg, sie zu erlangen? Wodurch, unter welchen Bedingungen?

 

Für den, der im Worte Gottes nicht belehrt und unterrichtet wurde, ist das ein großes, dunkles, verwirrendes Problem. Die Menschen „suchten viele Künste“ in ihrem Bemühen, es zu lösen. Aber über jene Frage unseres Verhältnisses zur Gerechtigkeit Gottes sind Unsicherheit und Verwirrung völlig unbegründet, denn das Wort der Wahrheit geht sehr deutlich darauf ein.

 

Die Schrift sagt, die Menschen „sind allzumal Sünder und mangelnd des Ruhmes, den sie bei Gott haben sollten“ (Rö 3,23). Sie erklärt, wir sind „fleischlich, unter die Sünde verkauft“ (Rö 7,14). „Da ist nicht, der gerecht sei, auch nicht einer.“ (Rö 3,10) In unserem Fleisch „wohnt nichts Gutes“ (Rö 7,18). Schließlich: die Menschen sind „voll alles Ungerechten“ (Rö 1,29). Das ist eine klare Antwort darauf, ob der menschlichen

 

Natur Gerechtigkeit in irgendeinem Maße eigen ist. Sie ist es nicht; im Gegenteil, von Natur ist der Mensch voller Ungerechtigkeit.

 

Aber wir finden im Worte Gottes auch die frohe Botschaft, dass Gott einen Weg vorgesehen hat, uns von unserer Ungerechtigkeit zu reinigen und mit seiner vollkommenen Gerechtigkeit zu bekleiden und zu erfüllen. Wir bemerken, dass er diese Vorsorge schon kurz nach dem Fall Adams traf und ihm offenbarte. Seit dem Beginn des erbitterten, ungleichen Kampfes mit der Sünde erkannten gefallene, ungerechte Männer und Frauen diesen gnädigen Plan und klammerten sich an ihn. Das erfahren wir aus folgenden Schriftzeugnissen:

 

1.In einer seiner Predigten erwähnt Christus den zweiten Sohn Adams und nennt ihn den „gerechten Abel“ (Mt 23,35). Und Paulus erklärt, dass Abel „Zeugnis überkommen hat, dass er gerecht sei“ (Hbr 11,4).

 

2. „Der Herr sprach zu Noah: Gehe in den Kasten, du und dein ganzes Haus; denn ich habe dich gerecht ersehen vor mir zu dieser Zeit.“ (1 Mo 7,1) Dazu: „Noah war ein gerechter, vollkommener Mann unter seinen Zeitgenossen; Noah wandelte mit Gott.“ (1 Mo 6,9, Elberf.)

 

3.„Abraham hat Gott geglaubt, und das ist ihm zur Gerechtigkeit gerechnet.“ (Rö 4,3)

 

4.„… und hat erlöst den gerechten Lot, welchem die schändlichen Leute alles Leid taten mit ihrem unzüchtigen Wandel; denn dieweil er gerecht war und unter ihnen wohnte, dass er’s sehen und hören musste, quälten sie die gerechte Seele von Tag zu Tage mit ihren ungerechten Werken.“ (2 Pt 2,7.8)

 

5.Von Zacharias und Elisabeth wird kurz vor der Geburt Christ gesagt: „Beide aber waren gerecht vor Gott, indem sie untadelig wandelten in allen Geboten und Satzungen des Herrn.“ (Lk 1,6, Elberf.)

 

6.Der Apostel Paulus stellt fest: die Heiden, denen er das Evangelium gepredigt hat, „haben die Gerechtigkeit erlangt“ (Rö 9,30; vlg. 6,17-22).

 

Es ist also ersichtlich, dass es seit dem Tage, an dem die Verheißung

 

Adam zuteil wurde, bis zum Ende der apostolischen Zeit immer Männer und Frauen gegeben hat, die die Gerechtigkeit Gottes ergriffen haben und denen bezeugt wurde, dass ihr Leben Gott gefallen hat.

 

Wie wird man gerecht?

 

Wie war das möglich? Unter welchen Bedingungen konnte dieser wunderbare Vorgang stattfinden? Begünstigten vielleicht die Zeitumstände, unter denen diese Männer und Frauen lebten, ihr Gerechtsein? Oder lag es an ihren besonders wertvollen inneren

 

Qualitäten, dass sie diesen hohen Grad der Gottwohlgefälligkeit erreichen konnten?

 

Alles, was wir über jene Zeiten und Menschen wissen, spricht gegen diese Annahme. Sie waren Leute wie wir, und die Unwelt „quälte“ ihre gerechten Seelen von Tag zu Tag (2 Pt 2,7.8). Sie erlangten den unschätzbaren Segen der Gerechtigkeit auf dem einzigen gangbaren Wege, der dem Menschen nach dem Sündenfall Adams offenstand.

 

Dieser Weg, gerecht zu werden, wird im Neuen Testament deutlich beschrieben. Seine beste und umfassendste Erklärung findet sich im Brief Pauli an die Römer. Gleich am Anfang seiner Erörterung erklärt der Apostel: „Ich schäme mich des Evangeliums von Christo nicht; denn es ist eine Kraft Gottes, die da selig macht alle, die daran glauben … Sintemal darin offenbart wird die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, welche kommt aus Glauben in Glauben; wie denn geschrieben steht: ,Der Gerechte wird seines Glaubens leben.’“ (Rö 1,16.17)

 

Das Evangelium offenbart dem Menschen die vollkommene Gerechtigkeit Gottes. Es offenbart ferner, wie sündhafte Menschen sie erlangen können: durch den Glauben.

 

Durch die Werke des Gesetzes wird kein Mensch vor ihm gerechtfertig. Das Gesetz führt erst zur Erkenntnis der Sünde. Jetzt aber ist ohne Gesetz Gottes Gerechtigkeit geoffenbart worden, die vom Gesetz und den Propheten bezeugt wird. Gottes Gerechtigkeit nämlich durch den Glauben an Jesus Christus für alle (und über alle), die glauben.“ (Rö 3,20-22, Perk.)

 

Im ersten Teil erklärt der Apostel hier, welche Rolle das Gesetz bei dem Vorgang der Rechtfertigung spielt: „Das Gesetz führt erst zur Erkenntnis der Sünde.“ Erkenntnis der Sünde, nicht Befreiung von ihr! Das Gesetz macht auf die Sünde aufmerksam; dadurch erklärt es die ganze Welt als schuldig vor Gott (Rö 3). Aber befreien von der Sünde kann das Gesetz nicht. Wie sehr sich der Sünder bemühen mag, das Gesetz zu erfüllen – er kann dadurch weder seine frühere Schuld gutmachen noch die Gerechtigkeit erlangen, die vor Gott gilt.

 

Diese Gerechtigkeit, so erklärt Paulus, kommt durch den Glauben an Jesus Christus. „Ihn hat Gott in seinem Blute als ein durch den Glauben wirksames Sühnemittel hingestellt, damit er seine Gerechtigkeit erweise, weil die Sünden, die früher während der Zeiten der Langmut Gottes begangen worden waren bisher ungestraft geblieben waren.“ (Rö 3,22-25, Menge)

 

Wer an das Blut Christi glaubt, dem werden alle früheren Sünden gestrichen; an ihrer Stelle wird ihm die Gerechtigkeit Gottes zugerechnet. Welch ein wunderbarer Vorgang! Welche Offenbarung der Liebe und Güte Gottes! Da ist ein Mensch, in Sünde geboren. Er mag, wie Paulus sagt, „voll alles Ungerechten sein“. Sein Erbteil an Bösem mag übler nicht vorstellbar sein. Seine Umwelt mag so beschaffen sein, dass sogar schlechte Menschen sie sich nicht schlimmer denken können. Aber irgendwie strahlt die Liebe Gottes vom Kreuz auf Golgatha in das Herz dieses Menschen. Er lässt diese Liebe wirken, tut Buße, bekennt seine Sünden und nimmt durch den Glauben Jesus als seinen Erlöser an: augenblicks ist er als Kind Gottes anerkannt. Alle seine Sünden sind ihm vergeben, seine Schuld ist ihm gestrichen, er ist für gerecht erklärt und wird als gerechtfertig vom göttlichen Gesetz anerkannt. Dieser erstaunliche Wandel, dieses Wunder kann in einer knappen Stunde vor sich gehen. Das ist Gerechtigkeit durch Glauben.

 

Abrahams Weg ist der einzige Weg zur Gerechtigkeit

 

An einem konkreten Fall veranschaulicht der Apostel diese klaren und gewichtigen Ausführungen über den Weg, auf dem man gerecht gemacht werden kann: Er zeigt es an den Erfahrungen Abrahams auf.

 

Was sagen wir denn von unserm Vater Abraham, dass er gefunden habe nach dem Fleisch?“ (Rö 4,1)

 

Wir nehmen die Antwort vorweg: Er hat Gerechtigkeit gefunden. Aber auf welche Weise? Paulus schreibt:

 

Ist Abraham durch die Werke gerecht, so hat er wohl Ruhm, aber nicht vor Gott.“ (Rö 4,2)

 

Durch die Werke gerecht: das ist nur eine Annahme, eine Behauptung – als wäre so etwas möglich. Ist das wirklich der Weg, Gerechtigkeit zu erlangen?

 

Was sagt denn die Schrift? ,Abraham hat Gott geglaubt, und das ist ihm zur Gerechtigkeit gerechnet.’“ (Rö 4,3)

 

Dieser Ausspruch stellt endgültig fest, wie Abraham Gottes Gerechtigkeit erlangte: nicht durch Werke, sondern durch den Glauben.

 

Nachdem Paulus die Frage behandelt hat, wie Abraham die Gerechtigkeit Gottes erlangte, zeigt er im folgenden, dass dies der einzige Weg ist, auf dem man Gerechtigkeit erlangen kann.

 

Dem aber, der nicht mit Werken umgeht, glaubt aber an den, der die Gottlosen gerecht macht, dem wird sein Glaube gerechnet zur Gerechtigkeit.“ (Rö 4,5)

 

Welche Güte! Welch großes Erbarmen! Der Herr, der „gerecht in allen seinen Wegen“ ist, bietet jedem armen, schwachen, hilflosen, hoffnungslosen Sünder, der seinen Verheißungen glaubt, seine eigene vollkommene Gerechtigkeit an. Beachten wir: „Dem aber, der … glaubt …, dem wird sein Glaube gerechnet zur Gerechtigkeit.“

 

So wichtig und so grundlegend ist es, den richtigen Weg zur Gerechtigkeit zu finden, dass der Apostel in diesem ganzen Kapitel nur immer wiederholt und einschärft, was er mit wenigen Worten schon so deutlich ausgeführt hat. Er stellt u. a. fest:

 

Gleichwie auch David die Glückseligkeit des Menschen ausspricht, welchem Gott Gerechtigkeit ohne Werke zurechnet …“ (Rö 4,6, Elberf.) – Wir müssen ja sagen, dass Abraham sei sein Glaube zur Gerechtigkeit gerechnet.“ (Rö 4,9) – Abraham „wusste aufs allergewisseste, dass, was Gott verheißt, das kann er auch tun. Darum ist’s ihm auch zur Gerechtigkeit gerechnet. Das ist aber nicht geschrieben allein um seinetwillen, dass es

 

ihm zugerechnet ist, sondern auch um unsertwillen, welchen es soll zugerechnet werden, so wir glauben an den, der unsern Herrn Jesus auferweckt hat von den Toten, welcher ist um unsrer Sünden willen dahingegeben und um unsrer Gerechtigkeit willen auferweckt.“ (Rö 4,21-25)

 

Diese klaren, unmissverständlichen Worte zeigen jedem Verlorenen

 

ein für allemal den einzigen Weg, der aus Sünde, Schuld und Verdammnis zur Gerechtigkeit und zur Erlösung von Sünde und Tot führt. Damit stimmen alle anderen Angaben der Heiligen Schrift zu dieser bedeutungsvollen Frage überein.

 

Die drei Worte „Gerechtigkeit durch Glauben“ drücken den wunderbarsten Vorgang in dieser materiellen Welt aus, den der menschliche Verstand begreifen kann. Sie bezeichnen die größte Gabe, die Gott aus seinem unendlichen Reichtum den Menschen schenken konnte. Die große Tat, die in diesen drei Worten zum Ausdruck kommt, ist in vergangenen Zeiten von Millionen erforscht, erläutert und freudig begrüßt worden; und noch heute ist sie den Menschen von höchstem Interesse und Gewicht.

 

Wen wir die Worte des Apostels noch einmal überschauen, so finden wir: Das Gesetz Gottes fordert Gerechtigkeit von jedem, für den es zuständig ist. Aber infolge seiner Übertretung ist niemand in der Lage, die Gerechtigkeit vorzuweisen, die das Gesetz verlangt. Was kann der Sünder jetzt tun? Seine Übertretung

 

des gerechten Gesetzes Gottes hat ihn ungerecht gemacht. Er fiel damit unter das Verdammungsurteil dieses Gesetzes. Er ist verurteil, also muss er die Strafe seiner Übertretung erleiden. Diese Strafe aber ist der Tod. Der Sünder hat eine Schuld auf

 

sich geladen, die sein Leben fordert. Das Urteil kann er nicht rückgängig machen, der Strafe nicht entrinnen. Was soll er tun? Führt irgendein Weg aus dieser düsteren, hoffnungslosen Lage? Jawohl:

 

Nun aber ist ohne Zutun des Gesetzes die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, offenbart und bezeugt durch das Gesetz und die Propheten. Ich sage aber von solcher Gerechtigkeit von Gott, die da kommt durch den Glauben an Jesum Christum zu allen und auf alle, die da glauben.“ (Rö 3,21.22)

 

Das zeigt, wie man den Forderungen des Gesetzes begegnen kann, und betont, dass die einzige Möglichkeit die „durch den

 

Glauben“ ist. Dem natürlichen und vom Heiligen Geiste nicht erleuchteten Verstand erscheint diese Lösung des so schwierigen Problems als ein Geheimnis. Das Gesetz fordert doch Gehorsam; es verlangt gerechte Taten. Wie kann man diese Forderungen mit Glauben statt mit Werken erfüllen? Die Antwort lautet schlicht:

 

„… und werden umsonst gerechtfertigt durch seine Gnade, durch die Erlösung, die in Christo Jesu ist; welchen Gott dargestellt hat zu einem Gnadenstuhl durch den Glauben an sein Blut, zur Erweisung seiner Gerechtigkeit wegen des Hingehenlassens der vorher geschehenen Sünden unter der Nachsicht Gottes.“ (Rö 3,24.25, Elbf.)

 

Welch herrliche Lösung dieses furchtbaren Problems der Sünde! Nur unser allmächtiger, allweiser und barmherziger Vater konnte

 

und wollte solch eine Lösung finden. Nur von Gott eingegebene Schriften konnten dies offenbaren. Auf welche Weise der Sünder gerecht werden kann, findet man allein in dem unverfälschten Evangelium Christi.

 

Durch den Glauben kann er [der Sünder, der Gott so schwer Unrecht getan und gekränkt hat] Gott die Verdienste Christi vorweisen. Nun rechnet der Herr den Gehorsam seines Sohnes dem Sünder zu. Statt des menschlichen Versagens gilt die Gerechtigkeit Christi.“ (Review and Herald, 4. Nov. 1890)

 

Christus kam als unser Erlöser in diese Welt und wurde unser Ersatzmann. An unserer Stelle kämpft er gegen Satan und gegen die Sünde. Er wurde in allen Stücken wie wir versucht, aber er sündigte nie. Er liebte die Gerechtigkeit und hasste die Ungerechtigkeit. Sein Leben vollkommenen Gehorsams entsprach den höchsten Anforderungen des Gesetzes. Und nun das Wunderbare und Erstaunliche: Gott setzt Christi Gerechtigkeit an die Stelle unseres Versagens, unserer Ungerechtigkeit!

 

Dies ist jener göttliche Vorgang: „Gott nimmt ihn [der Sünder] an, vergibt ihm, rechtfertig ihn … und liebt ihn, wie er seinen Sohn liebt.“ (Ebendort) Wir brauchen uns nicht zu wundern, wenn Paulus der ganzen Welt verkündete, dass die Liebe Christi ihn zu seiner unermüdlichen Arbeit dränge, ja dass er es geradezu für ein hohes Vorrecht und Glück ansehe, alles zu verlieren, sofern er nur Christus gewönne und mit seiner Gerechtigkeit bekleidet würde, die dem Sünder durch den Glauben zugerechnet wird.

 

Somit wäre dargelegt, wie der Glaube an die Stelle der Werke tritt und als Gerechtigkeit angerechnet wird. Diese köstliche Wahrheit sollte jedem Christen völlig klar sein; ja, sie muss persönlich erfahren werden. Sie sollte uns dazu bringen, abzulassen von unseren Werken, Anstrengungen und Kämpfen aus eigener Kraft und zum ruhigen, vertrauenden, lebendigen Glauben an die Verdienste, den Gehorsam und die Gerechtigkeit Christi zu finden. Denn dies können wir Gott anstatt unserer Fehlschläge darbieten. Wir sollten die angebotene Vergebung und Rechtfertigung freudig annehmen und werden dann den Frieden und das Glück erfahren, welche infolge dieses wunderbaren Vorganges unsere Herzen erfüllen kann.

 

Nun wir denn sind gerecht geworden durch den Glauben, so haben wir Frieden mit Gott durch unsern Herrn Jesus Christus.“ (Rö 5,1)

 

Viele haben den Weg verfehlt

 

Wie seltsam und traurig, dass es für natürliche, fleischliche Herzen so schwer ist, diesen einfachen und schönen Weg der Gerechtigkeit zu finden und zu verfolgen? Das Verhängnis des Volkes Israel, diesen Weg zu verfehlen, ging Paulus, der ja dem Fleische nach zu ihm gehörte, sehr nahe. Er sagte: „Israel aber hat dem Gesetz der Gerechtigkeit nachgetrachtet, und hat das Gesetz der Gerechtigkeit nicht erreicht. Warum das? Darum dass sie es nicht aus dem Glauben, sondern als aus den Werken des Gesetzes suchen.“ (Rö 9,31.32)

 

Im Gegensatz dazu: „Die Heiden, die nicht haben nach der Gerechtigkeit getrachtet, haben die Gerechtigkeit erlangt; ich sage aber von der Gerechtigkeit, die aus dem Glauben kommt.“ (Rö 9,30)

 

Und nun offenbart der Apostel das eigentliche Geheimnis für das Versagen Israels: „Sie erkennen die Gerechtigkeit nicht, die vor Gott gilt, und trachten, ihre eigene Gerechtigkeit aufzurichten, und sind also der Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, nicht untertan. Denn Christus ist des Gesetzes Ende [der, auf den das Gesetz hinweist]; wer an den glaubt, der ist gerecht.“ (Rö 10,3.4)

 

Der Apostel beschießt seine Ausführungen über dieses wichtige Thema mit der Versicherung: „Was sagt sie [die Gerechtigkeit aus dem Glauben]? ,Das Wort ist dir nahe, in deinem Munde und in deinem Herzen.’ Dies ist das Wort vom Glauben, das wir predigen. Denn so du mit deinem Munde bekennst Jesum, dass er der Herr sei, und glaubst in deinem Herzen, dass ihn Gott von den Toten auferweckt hat, so wirst du selig. Denn so man von Herzen glaubt, so wird man gerecht; und so man mit dem Munde bekennt, so wird man selig.“ (Rö 10,8-10)

 

Gerechtigkeit durch den Glauben“ ist keine Theorie. Manche Menschen mögen ihre Theorie darüber haben und dabei „nicht erkennen die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, und trachten, ihre

 

eigene Gerechtigkeit aufzurichten“. „Gerechtigkeit durch den Glauben“ ist ein realer Vorgang, ein Gegenstand der Erfahrung. Sie ist ein Sich-Unterwerfen unter die Gerechtigkeit Gottes. Sie besteht in einem Wandel des Verhältnisses zu Gott und seinem

 

Gesetz. Sie ist mit einer Neuschöpfung, einer Wiedergeburt verbunden. Ohne diesen Wandel gäbe es für den Sünder keine Hoffnung. Er bliebe unter dem Verdammungsurteil des unabänderlichen, heiligen Gesetzes Gottes, dessen Strafe stets über seinem Haupte schwebte.

 

Wir erkennen nun, wie wichtig es für uns ist, selbst einmal deutlich zu erfahren: Gott hat diesen lebenswichtigen Vorgang, die „Gerechtigkeit durch den Glauben“, durch seine Kraft in unserem Herzen und Leben bewirkt. Nur dann können wir mit Verständnis die Worte des Vaterunsers beten: „Vater unser, der du bist im Himmel, geheiliget werde dein Name.“

 

Die Engel des Himmels und die Bewohner der sündlosen Welten heiligen diesen Namen. Wenn du betest: ,Geheiligt werde dein Name’, bittest du darum, dass er in dieser Welt und auch in dir geheiligt werde. Gott hat dich vor Menschen und Engeln als sein Kind anerkannt. Nun bitte ihn auch, dass du seinem ,guten Namen, nach dem ihr genannt sei’, keine Schande bereitest. Gott hat dich zu seinem Vertreter in dieser Welt gemacht. In allen deinen Lebensregungen soll dich der Name Gottes offenbaren. Das bedeutet nichts anderes, als dass dir sein Wesen eigen sein soll. Du kannst seinen Namen nicht heiligen, kannst ihm vor der Welt keine Ehre machen, wenn du nicht in deinem Leben und Wesen das Leben und Wesen Gottes offenbarst. Das aber wird dir nur möglich sein, wenn du dir die Gnade und Gerechtigkeit Christi zu eigen machst.“ (Aus: „Gedanken vom Berg der Seligpreisungen“, in: „Leuchtende Spuren“, S. 237)

Das 1. Kapitel im Buch „Christus unsere Gerechtigkeit“ von Arthut G. Daniells

 

 

 

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Christus unsere Gerechtigkeit

Das Buch von Arthur G. Daniells

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Auszug aus dem 5. Kapitel des Buches "Christus unsere Gerechtigkeit" von  Arthur G. Daniells über den eigentlichen Sinn der dreifachen Engelsbotschaft

 

Die dreifache Engelsbotschaft im eigentlichen Sinne

 

Ein ernstes Problem erhob sich für manche, die die Botschaft der Glaubensgerechtigkeit gehört hatten:in welcher Beziehung nämlich diese Botschaft zur dreifachen Engelsbotschaft stand. In ihrer Ratlosigkeit schrieben einige an Schwester E. G. White, sie möchte doch ihre Ansichten zu dieser Frage erläutern. Über ihre Antwort auf diese Frage veröffentlichte sie folgendes:

 

Einige fragten brieflich bei mir an, ob die Botschaft der Rechtfertigung durch den Glauben die dreifache Engelsbotschaft sei. Ich antwortete: ,Es ist die dreifache Engelsbotschaft im eigentlichen Sinne. (Review and Herald, 1. April 1890)

 

 

 

Diese Worte enthalten mehr als nur eine knappe, klare Antwort auf die Frage: sie haben eine tiefe, wichtige Bedeutung; sie richten eine ernste Warnung, einen dringenden Appell an jeden, der an die dreifache Engelsbotschaft glaubt.Wir wollen diese Worte genauer betrachten.

 

Rechtfertigung durch den Glauben, so heisst es, sei „die dreifache Engelsbotschaft im eigentlichen Sinne“. Das will besagen, sie ist die eigentliche, wirkliche, tatsächliche dreifache Engelsbotschaft. Das aber wiederum bedeutet: die Botschaft von der Rechtfertigung durch den Glauben und die dreifache Engelsbotschaft sind dasselbe in Zweck, Wirkungsausmass und Ergebnis.

 

Rechtfertigung durch den Glauben, das ist Gottes Verfahrensweise, Sünder zu retten, sie von ihrer Schuld, ihrer Verdammnis, ihrer gänzlich verlorenen Lage zu überzeugen; dass ist sein Verfahren, ihre Schuld zu tilgen, sie von dem Verdammungsurteil seines göttlichen Gesetzes zu erlösen und sie vor sich und seinem heiligen Gesetz erneuert stehen zu lassen. Rechtfertigung durch den Glauben, das ist Gottes Rettungsweg, aus schwachen, sündigen, besiegten Männer und Frauen starke, gerechte, siegreiche Christen zu machen.

 

Wenn es nun richtig ist, dass die Botschaft der Rechtfertigung durch den Glauben die „ dreifache Engelsbotschaft im eigentlichen Sinne' ist, so bedeutet das: wer die dreifache Engelsbotschaft richtig versteht und sich zu eigen macht, empfängt aus ihr völlig die Voraussetzungen, unter denen er Rechtfertigung durch den Glauben erlangen kann. Dass dies der tatsächliche Zweck der dreifachen Engelsbotschaft ist, erhellt aus folgenden Überlegungen:

 

1. Die grosse Botschaft in Offenbarung 14, die wir die dreifache Engelsbotschaft nennen, wird bezeichnet als „ein ewiges Evangelium“. (Offb. 14,6)

 

2. Die Botschaft kündigt an: „Die Zeit seines Gerichts ist gekommen.“

 

3. Sie ermahnt alle, die Gott in seinem grossen Gericht gegenübertreten werden, um sich nach seinem grossen Gericht richten zu lassen: „Fürchtet Gott und gebet ihm die Ehre... und betet an den, der gemacht hat Himmel und Erde.“ (Vers 7.)

 

4. Das Resultat, die Frucht dieser Warn= und Mahnbotschaft ist die Entstehung eines Volkes, von dem es heisst: „Hier ist Geduld der Heiligen: hier sind, die da halten die Gebote Gottes und den Glauben Jesum.“ (Vers 12.)

 

 

 

In all dem finden wir die Tatsachen der Rechtfertigung durch den Glauben. Die Botschaft ist das Evangelium von der Erlösung aus Sünde, Verdammnis und Tod.Das Gericht stellt die Menschen vor das Gesetz der Gerechtigkeit, nach dem sie beurteilt werden sollen. Wegen ihrer Schuld und Verdammnis ergeht die Mahnung an sie, Gott zu fürchten und ihm die Ehre zu geben, was Schuldbewusstsein, Reue, Bekenntnis und Verzicht einschliesst. Das ist ja die Voraussetzung zu Vergebung, Reinigung und Rechtfertigung. Die aber diese Gaben an sich erfahren,besitzen Geduld in ihrem Wesen, trotzt einer Zeit alles erfassender Nervosität und Leidenschaft, die den Frieden, das Glück und die Sicherheit der Menschen zerstören. Was bedeutet dies aber anderes als Rechtfertigung durch den Glauben? Das Wort sagt: „Nun wir den sind gerecht geworden durch den Glauben, so haben wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus.“ (Röm. 5,1.)

 

Aber noch mehr: Diese Gläubigen“halten die Gebote Gottes“. Sie haben einen wunderbaren Wandel an sich erfahren: erst übertraten und hassten sie das Gesetz Gottes, nun lieben und halten sie es. Jetzt stehen sie anders vor dem Gesetz. Ihre Schuld ist gestrichen; ihr Schuldspruch ist abgetan, ihr Todesurteil für ungültig erklärt. Sie haben Christus als Heiland angenommen, das bedeutet: sie haben seine Gerechtigkeit und sein Leben empfangen.

 

Nur die Gnade und Kraft Gottes kann diese wunderbare Veränderung bewirken, und nur die erfahren sie, die sich an Christus als ihren Stellvertreter, ihren Heiland wenden. Deshalb heisst es, sie „halten den Glauben an Jesum“. Das offenbart das Geheimnis ihrer reichen, tiefen Erfahrung: sie ergriffen den Glauben an Jesus, einem Glauben, durch den er über die Mächte der Finsternis triumphieren konnte.

 

Wenn der Sünder glaubt, dass Christus sein persönlicher Heiland ist, dann vergibt Gott gemäss seinen unverbrüchlichen Verheissungen ihm seine Sünde und rechtfertigt ihn, ohne noch etwas zu fordern. Die reuige Seele erkennt: ihre Rechtfertigung kann deshalb geschehen, weil Christus an ihrer Statt gestorben ist, als ihr Sühneopfer und ihre Gerechtigkeit.“ (Review and Herald, 4. November 1890.)

 

Wie bereits dargelegt, finden wir in den Erfahrungen derer, die in der dreifachen Engelsbotschaft als siegreich erscheinen, alle Tatsachen der Rechtfertigung durch den Glauben. Es ist also durchaus wahr, das die Rechtfertigung durch den Glauben „die dreifache Engelsbotschaft im eigentlichen Sinne“ ist.

 

An dieser Stelle mag auch darauf hingewiesen sein, dass sowohl die Botschaft der Rechtfertigung durch den Glauben als auch die dreifache Engelsbotschaft das Evangelium Christi im eigentlichen Sinne sind. Das wird deutlich aus einem Ausspruch des Apostels Paulus: „Das Evangelium von Christus... ist eine Kraft Gottes, die da selig macht alle, die daran glauben... Sintemal darin offenbart wird die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, welche kommt aus Glauben in Glauben.“ (Röm.1,16.17.)

 

Von folgenden Tatsachen spricht es hier:

 

1.Das Evangelium ist eine Offenbarung der wirkenden Kraft Gottes, die Sünder von ihren Sünden erlöst und ihnen seine eigene Gerechtigkeit einpflanzt.

 

2. Das erfahren aber nur die, die glauben.

 

3. Das bedeutet, durch den Glauben gerecht gemacht zu werden.

 

4. Das ist der Zweck sowohl der Botschaft der Rechtfertigung durch den Glauben als auch der dreifachen Engelsbotschaft.

 

Welches also ist die wichtige Lehre, die man aus dem betrachteten Schriftwort zu ziehen hat? Wozu ermahnt es? Ganz einfach zu folgendem:

 

Dass alle, die die dreifache Engelsbotschaft annehmen, die Erfahrung der Rechtfertigung durch den Glauben machen sollen.Christus muss sich ihnen und in ihnen offenbaren. Sie müssen durch persönliche Erfahrung das Werk einer Erneuerung verspüren. Sie müssen die feste Gewissheit haben, von neuem, von oben geboren zu sein, vom Tode zum Leben hindurchgedrungen zu sein. Sie müssen wissen, dass ihre Schuld getilgt ist, dass sie von dem Schuldspruch des Gesetzes erlöst und somit bereit sind, vor dem Richterstuhl Christi zu erscheinen. Sie müssen aus sieghafter Erfahrung wissen, dass sie „den Glauben an Jesum“ ergriffen haben, dass er sie ergriffen hat und das sie durch diesen Glauben Kraft empfangen, die Gebote Gottes zu halten.

 

Dem, der diese Erfahrung nicht erlebt, entgeht der eigentliche, wesentliche, eben erlösende Wert der dreifachen Engelsbotschaft. Ohne die Erfahrung besitzt der Gläubige nur Kenntnis von der Theorie, der Lehre, den formalen Dingen, auch wenn er selbst die Botschaft verbreitet. Und das wird sich als Hoechst verhängnisvoller Fehler herausstellen; denn die Theorie, die Lehre, selbst die aufopferndste Rührigkeit um die Verbreitung der Botschaft können nicht von Sünden befreien noch das Herz vorbereiten, Gott im Gericht zu begegnen.

 

Gerade vor der Gefahr dieses verhängnisvollen Fehlers werden wir gewarnt. Formalismus - „die Form der Erkenntnis und der Wahrheit im Gesetz“ ( Röm. 2,20, Elbf.) zu haben, nicht aber die lebendige Erfahrung Christi – das ist der verborgene Felsen, an dem ungezählte Tausende von Bekennern Christi gescheitert sind. Vor dieser Gefahr werden wir ernst gewarnt.

 

Indes, dieses Schriftwort umfasst mehr als nur eine Mahnung. Es enthält auch den Aufruf, in die Nachfolge Jesu Christi, unseres Herrn, einzutreten. Wir sollen die höchste Erfahrung machen, die uns möglich ist. Wir haben die Versicherung, das wir, gerechtfertigt durch den Glauben, Frieden mit Gott haben werden, um uns dann ständig an der Hoffnung der Herrlichkeit Gottes zu erfreuen. Wir haben das Versprechen, dass wir trotzt Niederlagen in unserem Kampf mit der Sünde deshalb nicht zu Schanden werden, weil die Liebe Gottes in unser Herz ausgegossen ist durch den heiligen Geist, welcher uns gegeben ist (Röm. 5, 1-5).

 

O das wir doch alle auf die Mahnung und den Aufruf gehört hätten, als wir sie in anscheinend seltsamer, dennoch eindrucksvoller Weise bei der Konferenz von 1888 empfingen! Welche Unsicherheit wäre dann behoben, welche Irrwege, Niederlagen und Verluste wären vermieden worden! Welches Licht, welchen Segen, welchen Triumph, welchen Fortschritt hätten wir erlangt! Aber dank seiner Liebe, mit der Gott uns stets umfängt, ist es selbst jetzt noch nicht zu spät, mit ganzem Herzen auf Mahnung und Aufruf zu Antworten und die grossen Segnungen zu empfangen, die uns bereitet sind.

 

 

Beschreibung des Buches von Arthur G. Daniells und wo du es erwerben kannst.

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  Warnung vor der grossen Gefahr des Formalismus

 

Im Jahre 1887 warnten die Zeugnisse des Geistes der Weissagung vor einer Gefahr. Immer wieder nannten sie eine besonders schlimme Täuschung, der die Gemeinde verfiel: die des Formalismus. Die Gemeinde versuchte, durch Äußerlichkeiten, Zeremonien, Lehren, Organisation und Betriebsamkeit die Erfahrungen zu ersetzen, die das Herz nur in der Nachfolge Jesu Christi, unseres Herrn, machen kann.

 

Die Beachtung äußerlicher Formen hilft der großen Not der menschlichen Seele keineswegs ab. Bloß Christus zu bekennen, genügt nicht als Vorbereitung, um bei der Untersuchung im Gericht zu bestehen.“ (Review and Herald, 25. Jan. 1887)

 

Während des ganzen Jahres erschienen ununterbrochen Botschaften darüber, dass sich Formalismus in der Gemeinde breitmache; daß wir zu viel auf Äußerlichkeiten, Zeremonien, Theorien, Organisation und ununterbrochene Betriebsamkeit bauten. Diese Botschaften waren selbstverständlich echt und hätten eigentlich einen tiefen Eindruck hinterlassen müssen. Aber Formalismus ist etwas höchst Trügerisches und Vernichtendes. Er ist die verborgene, unvorhergesehene Klippe, an der die Kirche im Laufe der Jahrhunderte schon so oft zu zerschellen drohte. Paulus belehrt uns warnend, dass die Form der Gottseligkeit“ (2 Tim 3,5, Elberf.) ohne die Kraft Gottes eine der Gefahren der letzten Tage sei, und mahnt uns, von dieser bequemen, uns selbst trügenden Einstellung zu lassen. Immer wieder sendet Gott seiner Gemeinde Warnungen, die Gefahr des Formalismus zu fliehen. Eben von jener gefährlichen Täuschung warnte wiederholt der Geist der Weissagung im Jahre 1887. Vor ihren schlimmen Folgen sollte uns die Botschaft der Gerechtigkeit durch den Glauben bewahren. Unsere Adventbewegung ist zwar göttlich und wird einmal herrlich triumphieren; der Himmel hat zwar ihre Organisation festgelegt, so dass ihre einzelnen Abteilungen zusammenwirken wie Räder eines Uhrwerkes. Indessen, sie funktionieren nur unbefriedigend, wenn der Heilige Geist fehlt, der sie zu zielbewusster Wirksamkeit befähigt. Denn diese Räder bestehen aus Männern und Frauen. Gott tauft aber keine Organisationen, sondern Männer und Frauen; erst wenn sie in ihrem Leben die Kraft des Heiligen Geistes besitzen, kann die ganze schöne Maschinerie ihre Aufgaben unaufhaltsam erfüllen. Das muss erst jeder für sich erfahren, bevor alle es erfahren können. Wie dringend brauchen wir daher Gottes Fürsorge!

                                                            Aus Christus unsere Gerechtigkeit von Arthur G. Daniells

 

Gemeinschaft mit Christus

 

„Es besteht ein großer Unterschied zwischen einer vorgegebenen Gemeinschaft und einer wirklichen Verbindung mit Christus durch den Glauben. Durch das Bekenntnis zur Lehre finden die Menschen Aufnahme in die Gemeinde; aber dies beweist nicht, dass sie eine lebendige Verbindung zum lebenden Weinstock haben … Wenn diese Innigkeit der Verbindung, der Gemeinschaft, zustandekommt, werden unsere Sünden Christus auferlegt und wird seine Gerechtigkeit uns zugerechnet. Er wurde für uns zur Sünde gemacht, auf dass wir würden in ihm die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt …  

 

Diese Botschaft führt uns gewissermaßen an das Herz des Evangeliums: die Gemeinschaft mit Christus. Kein Mensch kann ohne diese Gemeinschaft die Sünde überwinden. Durch die Gemeinschaft mit Christus werden unsere Sünden ihm auferlegt, seine Gerechtigkeit wird uns zugerechnet. Das ist ein reales Faktum, nicht Form oder Zeremonie. Nicht die Zugehörigkeit zur Gemeinde und nicht die Zustimmung des Verstandes zu Theorien und Lehren sind wesentlich: die Gemeinschaft mit Christus ist eine Wirklichkeit, die allem genügt, was für das christliche Leben wichtig ist. Darin besteht unsere Sicherheit. Um uns diese Erfahrung zu vermitteln, sandte uns der Herr die Botschaft der Gerechtigkeit durch den Glauben.

                                                    Aus Christus unsere Gerechtigkeit von Arthur G. Daniells

 

 

 

Der einzige wahre Weg

 

 „Wir müssen uns mit dem Leben unseres Erlösers beschäftigen, denn er ist das einzig vollkommene Beispiel für den Menschen. Wir müssen das unermessliche Opfer auf Golgatha betrachten und die überaus große Sündigkeit der Sünde und die Gerechtigkeit des Gesetzes erkennen. Wenn du dich ausführlich mit dem Thema der Erlösung beschäftigst, so wirst du gestärkt und veredelt. Du wirst das Wesen Gottes viel tiefer erfassen. Wenn dir der ganze Erlösungsplan klar bewusst und vertraut ist, wirst du deinen göttlichen Auftrag besser erfüllen können. Dann kannst du den Menschen mit voller Gewissheit die unveränderliche Wesenheit des Gesetzes bezeugen, wie sie sich durch den Kreuzestod Christi offenbart hat: die feindselige Natur der Sünde und die Gerechtigkeit Gottes, der den rechtfertigt, der an Jesus glaubt, und zwar unter der Bedingung, sich in Zukunft den Regeln der Herrschaft des Gottes Himmels und der Erden zu unterwerfen.“

                                                                                          (Review and Herald, 24, April 1888)

 

 

Jesus steht vor Deiner Herzenstüre und klopft an!

 

„Es genügt nicht, dass du über die Wahrheit diskutieren kannst. Du musst die Leute durch dein Leben mit Jesus überzeugen können. Du hast erst dann wirklich Erfolg mit deinen Bemühungen, wenn Jesus bei dir ist; denn er sagt: ,Ohne mich könnt ihr nichts tun.’ Jesus steht vor der Tür deines Herzens und klopf an. Trotzdem sagen manche: ,Ich kann ihn nicht finden.’ Warum denn nicht? Jesus spricht: ,Ich stehe und klopfe an.’ Warum öffnest du nicht die Tür und antwortest: ,Tritt ein, Herr Jesus’? Ich bin sehr froh über diese einfache Anweisung, den Herrn zu finden. Ohne sie wüsste ich nicht, wie ich den finden sollte, dessen Gegenwart ich so innig ersehne. Öffne sogleich die Tür, reinige deinen Seelentempel von den Käufern und Verkäufern, lade der Herrn ein, ihn zu bewohnen. Sprich zu ihm: ,Ich will dich mit ganzer Seele lieben. Ich will die Werke der Gerechtigkeit tun. Ich will dem Gesetz Gottes gehorchen.’ Dann wirst du die friedvolle Gegenwart Jesu spüren.“

 

                                                                                     (Review and Herald, 28. August 1888) 

 

Offenbarung Kapitel 3

 

19.  Alle, die ich liebhabe, die überführe und züchtige ich. So sei nun eifrig und tue Buße!

20.  Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hört und die Tür öffnet, so werde ich zu ihm hineingehen und das Mahl mit ihm essen und er mit mir.

21.  Wer überwindet, dem will ich geben, mit mir auf meinem Thron zu sitzen, so wie auch ich überwunden habe und mich mit meinem Vater auf seinen Thron gesetzt habe.  

 

 

 

DAS VERHÄLTNIS  DES  GÖTTLICHEN GESETZES ZUR  GLAUBENSGERECHTIGKEIT

 

Das Gesetz als Spiegel 

 

„Wenn er [der Sünder] in den göttlichen Geboten die Gerechtigkeit Christi erkennt, so muss er ausrufen: ,Das Gesetz des Herrn ist vollkommen und erquickt die Seele.’ Wenn dem Sünder durch die Verdienste Christi die Übertretungen vergeben sind, wenn er durch den Glauben an ihn mit der Gerechtigkeit Christi bekleidet ist, so muss er mit dem Psalmisten sagen: ,Dein Wort ist meinem Munde süßer denn Honig.’ ,Die Rechte des Herrn … sind köstlicher denn Gold und viel feines Gold; sie sind süßer denn Honig und Honigseim.’ Das ist Bekehrung.“ (Review and Herald, 21. Juni 1892)  

 

Das Gesetz fordert Gerechtigkeit  

 

„Das Gesetz fordert Gerechtigkeit; der Sünder schuldet sie dem Gesetz; aber sie vorzuweisen übersteigt seine Fähigkeit. (Review and Herald, 4. November 1890)  

 

„Trotz allen Mund- und Lippenbekenntnisses: wenn sein Charakter nicht am Gesetz Gottes ausgerichtet ist, wird selbst der, der sich zur Frömmigkeit bekennt, schlechte Früchte tragen.” (Review and Herald, 7. Mai 1890) 

 

Die einzige Möglichkeit, den Forderungen des Gesetzes zu genügen 

 

„Der Mensch kann den Forderungen des Gesetzes unmöglich aus eigener Kraft genügen; seine Opfer, seine Werke, alles ist mit Sünde befleckt. Aber uns wurde Hilfe geschickt. Der Erlöser kann die Wirkungskraft seiner eigenen Verdienste dem Menschen verliehen, kann ihn zum Mitarbeiter in dem großen Erlösungswerk machen. Denen, die an Christus glauben und seinen Fußspuren folgen, ist er Gerechtigkeit, Heiligung und Erlösung.“ (Review and Herald, 4. Februar 1890)  

 

 „Durch seinen vollkommenen Gehorsam hat er es jedem Menschen ermöglich, Gottes Geboten zu gehorchen. Wenn wir uns Christi unterwerfen, so wird unser Herz mit seinem Herzen vereint, unser Wille geht in seinem Willen auf, unsere Gesinnung wird eines mit seiner Gesinnung, unsere Gedanken werden ganz unter seine Herrschaft gebracht; wir leben sein Leben. Dies bedeutet mit dem Kleide seiner Gerechtigkeit bekleidet zu sein. Wenn der Herr dann auf uns blickt, so sieht er nicht das aus Feigenblättern hergestellte Gewand, nicht die Blöße und Hässlichkeit der Sünde, sondern sein eigenes Gewand der Gerechtigkeit, die ja vollkommener Gehorsam gegen das Gesetz Jehovas ist.“(Christi Gleichnisse, S. 309)  

 

 „Einzig und allein durch den Glauben kann der Sünder Gerechtigkeit erlangen. Durch den Glauben kann er Gott die Verdienste Christi vorweisen; dann rechnet der Herr den Gehorsam seines Sohnes dem Sünder zu, lässt er die Gerechtigkeit Christi anstelle des menschlichen Versagens gelten. Gott nimmt die reuige, gläubige Seele an, vergibt ihr, rechtfertigt sie, behandelt sie, als wäre sie gerecht, und liebt sie wie seinen Sohn. So wird der Glaube zur Gerechtigkeit gerechnet; die schuldbefreite Seele aber schreitet fort zu immer neuer Gnade, zu immer hellerem Licht. Freudig kann sie sagen: ,Nicht um der Werke willen der Gerechtigkeit, die wir getan hatten, sondern nach seiner Barmherzigkeit machte er uns selig durch das Bad der Wiedergeburt und Erneuerung des heiligen Geistes, welchen er ausgegossen hat über uns reichlich durch Jesum Christum, unsern Heiland, auf dass wir durch desselben Gnade gerecht und Erben seien des ewigen Lebens nach der Hoffnung.’“ (Review and Herald, 4. November 1890) 

 

   „Christus opferte sein Leben, aber nicht, um das Gesetz Gottes aufzulösen, nicht, um diese Richtschnur den Wegen der Menschen anzupassen; vielmehr, um das Recht wahren, dabei aber dem Menschen eine zweite Bewährungsmöglichkeit geben zu können. Niemand kann ohne die Kraft Christi die Gebote Gottes halten. Er trug mit seinem Leib die Sünden der ganzen Menschheit, er rechnet jedem gläubigen Kind seine Gerechtigkeit zu.“ (Review and Herald, 7. Mai 1901)  

 

„Das Gesetz hat nicht die Macht, dem Übertreter zu vergeben. Es weist ihn aber auf Jesus hin, und der spricht: Ich will deine Sünde auf mich nehmen und sie tragen, wenn du mich als deinen Stellvertreter und Bürgen annimmst. Werde wieder mein treuer Untertan! Dann werde ich dir meine Gerechtigkeit zurechnen.“ (Review and Herald, 7. Mai 1901)  

 

„Der Tod Christi war ein Beweis zugunsten der Menschen, der nicht widerlegt werden konnte. Die Strafe des Gesetzes fiel auf den, der Gott gleich war, und der Mensch konnte die Gerechtigkeit Christi annehmen und durch einen bußfertigen und demütigen Wandel über die Macht Satans siegen, wie auch der Sohn Gottes gesiegt hatte. Somit ist Gott gerecht und macht gerecht alle, die an Jesus glauben.“ (Der große Kampf, S. 505.506)  

 

Gottes Absichten bei der Verkündigung der Forderungen des Gesetzes  

 

„Wenn wir den Geist und die Kraft der dreifachen Engelsbotschaft erlangen wollen, müssen wir Gesetz und Evangelium zusammen verkündigen; sie sind nämlich nicht zu trennen.“ (Review and Herald, 3. September 1889)  

 

„In vielen Predigten über die Forderungen des Gesetzes wurde Christus nicht erwähnt. Dieses Versäumnis nahm der Wahrheit alle Wirksamkeit, Menschen zu bekehren." (Review and Herald, 3. Februar 1891)  

 

„Viele haben, wenn sie die bindenden Forderungen des Gesetzes lehrten, es versäumt, die unermessliche Liebe Christi zu schildern. Sie haben den Leuten so bedeutende Wahrheiten, so wichtige Reformen zu verkündigen – und haben keinen Begriff von dem Wert des Sühnopfers, das doch die große Liebe Gottes zum Menschen zeigt. Die Liebe zu Jesus, Jesu Liebe zum Sünder – das gehört einfach nicht mehr zu ihrer religiösen Erfahrung. Sie haben den Auftrag, das Evangelium zu predigen, doch sie haben ihr Ich erhoben anstelle des Erlösers der Menschheit.“ (Review and Herald, 3. Februar 1891)

 

 

 

Kampf um Vollkommenheit –

oder Erlösung durch Christus

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Eine Einführung in

Die BOTSCHAFT VON 1888

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Die dreifache Engelbotschaft                                     - was kann sie alles bedeuten!

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Der grosse Kampf

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Schrift von James White:  Ein Wort an die kleine Herde

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Die von Gott geschenkte Gerechtigkeit durch den Glauben an Jesus Christus

 

Römer 3

 

21. Jetzt aber ist außerhalb des Gesetzes die Gerechtigkeit Gottes offenbar gemacht worden, die von dem Gesetz und den Propheten bezeugt wird,

 

22. nämlich die Gerechtigkeit Gottes durch den Glauben an Jesus Christus, die zu allen und auf alle [kommt], die glauben. Denn es ist kein Unterschied;

 

23. denn alle haben gesündigt und verfehlen die Herrlichkeit, die sie vor Gott haben sollten,

 

24. so daß sie ohne Verdienst gerechtfertigt werden durch seine Gnade aufgrund der Erlösung , die in Christus Jesus ist.

 

25. Ihn hat Gott zum Sühnopfer bestimmt, [das wirksam wird] durch den Glauben an sein Blut, um seine Gerechtigkeit zu erweisen, weil er die Sünden ungestraft ließ, die zuvor geschehen waren,

 

26.als Gott Zurückhaltung übte, um seine Gerechtigkeit in der jetzigen Zeit zu erweisen, damit er selbst gerecht sei und zugleich den rechtfertige, der aus dem Glauben an Jesus ist.

 

27. Wo bleibt nun das Rühmen? Es ist ausgeschlossen! Durch welches Gesetz? Das der Werke? Nein, sondern durch das Gesetz des Glaubens!

 

28. So kommen wir nun zu dem Schluß, daß der Mensch durch den Glauben gerechtfertigt wird, ohne Werke des Gesetzes.

 

29. Oder ist Gott nur der Gott der Juden und nicht auch der Heiden? Ja freilich, auch der Heiden!

 

30. Denn es ist ja ein und derselbe Gott, der die Beschnittenen aus Glauben und die Unbeschnittenen durch den Glauben rechtfertigt.

 

31. Heben wir nun das Gesetz auf durch den Glauben? Das sei ferne! Vielmehr bestätigen wir das Gesetz.

 

        Heilsgwissheit - Traum oder Wirklichkeit ?                                                                       Eine Predigt von Arno Patzke                                                      http://www.adventgemeinde-da-eberstadt.de/de/unsere-predigten/39-audio/mp3-predigten-2014/319-mp3-2014-10-25-arno-patzke.html 

 

 

Die ganze Rubrik "Das ewige Evangelium"         als PDF zusammengefasst

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Alonzo T. Jones ein von Gott gesandter Bote,Teil 1

 

Alonzo T. Jones ein von Gott gesandter Bote,Teil 2

 Das ewige 

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